Die Pulverbeschichtung
Das Stahlband mit metallenem Überzug wird in der Beschichtungsanlage in einem kontinuierlichen Durchlauf gereinigt, entfettet und chemisch vorbehandelt. Je nach Anforderung wird in der Einschichtlackierung direkt auf den Trägerwerkstoff oder in der Zweischichtlackierung auf einen vorbehandelten Primer das Farbpulver einseitig aufgebracht. Anschließend werden in einem Infrarot-Umlufttrockner Farbe und Trägerwerkstoff miteinander verbunden. Die Pulverbeschichtung zeichnet sich aus durch eine kratzfeste Oberfläche, hohe Schichtdicke und, im Fall einer Stückbeschichtung, einen guten Schnittflächenschutz aus. Ein Vorteil der Pulverbeschichtung liegt in der Möglichkeit, kleine Mengen zu beschichten.

Mögliche Beschichtungsvariante für verzinktes Stahlblech
Gängige Beschichtungssysteme
Wir beschränken uns auf eine Auswahl von Beschichtungssystemen, die wir als ausreichend betrachten. Es gibt auf dem Markt eine Vielzahl an Varianten. Weitergehende Informationen geben wir Ihnen gern oder nennen Ihnen entsprechende Quellen.
Polyester – SP – in der typischen Schichtdicke von 25 mm inkl. 5 mm Primer sind vielseitig verwendbare Beschichtungen mit guter Umformbarkeit und guten dekorativen Eigenschaften. Sie sind hinsichtlich ihrer Witterungsbeständigkeit befriedigend bis gut für den Außeneinsatz geeignet. Auf Grund der großen Farbauswahl und Materialverfügbarkeit ist die 25-mm-Polyesterbeschichtung als Standard anzunehmen.
Polyvinylidenfluorid – PVDF – + Primer hat eine sehr gute Umformbarkeit, verbunden mit einer ausgezeichneten UV- und Farbtonbeständigkeit sowie einer Temperaturbelastbarkeit bis etwa 110 °C. PVDFFlüssigbeschichtungen werden üblicherweise in Schichtdicken von 25 mm inkl. etwa 5 mm Primer aufgebracht.
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Polyvinylchlorid-Plastisole – PVC (P) –, die als Flüssigbeschichtung mit Schichdicken von 100 bis etwa 200 mm aufgebracht werden, sind gekennzeichnet durch eine ausgezeichnete Umformbarkeit und ausgezeichnete mechanische Widerstandsfähigkeit. Die Witterungsbeständigkeit ist jedoch stark UV-abhängig und somit vielfach in unseren Breitengraden bereits eingeschränkt. Einige Bandbeschichter begrenzen die Anwendung hinsichtlich Temperaturbelastbarkeit. Dies muss für den jeweiligen Anwendungsfall abgeklärt werden. Eine typische Bezeichnung ist z. B. HP 200 aus dem Corus-Konzern.
Polyvinylfluorid-Folie – PVF (F) – vereinigt, vergleichbar der PVDF-Flüssigbeschichtung, ausgezeichnete Umformeigenschaften mit ausgezeichneter UV- und Farbtonbeständigkeit sowie hoher Temperaturbelastbarkeit bis etwa 110 °C. Diese weichmacherfreie Folie wird im niedrigen Glanzbereich und mit einer eingeschränkten Farbtonauswahl geliefert.
Polyester-Pulverbeschichtungen – SP (PO). In Schichtdicken von ca. 60 mm vereinigen sie neben einem sehr guten Umformverhalten eine hohe Glanzhaltung, eine hohe Witterungsbeständigkeit und Schlagfestigkeit. (Siehe auch unseren Prospekt „Glänzende Ideen“.)
Dachunterseitenbeschichtung – DU. Diese Einschichtbeschichtung (Dünnbeschichtung) ist gemäß den Bedingungen in DIN 55928-8 in der Korrosionsschutzklasse II eingeordnet. Das Beschichtungsmaterial besteht aus Polyester oder Epoxyd. Bedingt durch die geringe Schichtdicke können keine optischen Ansprüche gestellt oder eine Gleichmäßigkeit des Farbtones erwartet werden.
Rückseitenschutzlack – RSL. Diese Einschichtbeschichtung (Dünnbeschichtung) ist gemäß den Bedingungen in DIN 55928-8 in der Korrosionsschutzklasse II eingeordnet. Alle im Bandbeschichtungsverfahren einseitig beschichteten Profile erhalten auf der Rückseite diesen Schutzlack. Gemäß DIN 18807-1, ist RSL als zusätzlicher Korrosionsschutz für Warmdachoberseiten geeignet, sofern die Eignung nach DIN 55928-8 nachgewiesen ist. Bedingt durch die geringe Schichtdicke können keine optischen Ansprüche gestellt oder eine Gleichmäßigkeit des Farbtones erwartet werden. Die Wahl des Farbtones behält sich der Lieferant vor. |